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Amiga 3000(T)/4000(T) mit 68060 CPU aufrüsten

BFG9060 - 68060 CPU Accelerator Board for Amiga 3000(T)/4000(T)

Dein Amiga 3000 oder 4000 hat Zorro III Slots und Platz für eine Grafikkarte, eine Netzwerkkarte und schnellen Massenspeicher. Was ihn meist bremst, ist der Prozessor. Mit einer 68060 CPU und 128 MB schnellem Speicher auf einer Karte wird der Big Box Amiga zu dem Rechner, der er immer sein sollte. Dieser Ratgeber zeigt, was die Turbokarte BFG9060 verändert, welche CPU du wählst und wie du sie Schritt für Schritt einbaust.

Was eine 68060 CPU möglich macht

Turbokarte BFG9060 mit 68060 CPU, Kühlkörper und Lüfter
Die BFG9060 mit einer MC68060 CPU unter dem optionalen Kühlkörper/Lüftermodul.

Die 68060 CPU ist die schnellste der 68k Familie von Motorola, und die BFG9060 bringt sie zusammen mit 128 MB Fast RAM in den A3000(T) und A4000(T). Diese Kombination macht vieles möglich, womit sich ein Big Box Amiga im Originalzustand schwertut:

  • AmigaOS 3.2 ohne Wartezeit: Fenster, Schubladen und Requester öffnen sich sofort, auch wenn viele Programme laufen.
  • Grafikkarten kommen erst richtig zur Geltung: Eine RTG Workbench in hohen Auflösungen und vielen Farben braucht Rechenleistung, und die 68060 CPU liefert sie.
  • Software, die für die 68060 CPU geschrieben ist: Portierungen von Doom und Quake, MP3 Wiedergabe, Bildbearbeitung und 3D Rendering mit der eingebauten FPU der vollwertigen MC68060 CPU.
  • Netzwerk mit voller Geschwindigkeit: Der TCP/IP-Stack hängt an der CPU-Leistung, und ein A4000 mit 68060 CPU erreicht mit einer Multiface Netzwerkkarte problemlos über 600 kB/s.
  • Platz für alles: 128 MB Fast RAM für grosse Programme, RAM-Disks und WHDLoad, das Spiele auf die Festplatte installiert.

Wie schnell ist sie?

SysInfo Screenshot eines Amiga 4000 mit BFG9060, 68060 CPU mit 50 MHz
Standardmodus, 68060 CPU mit 50 MHz: läuft zuverlässig in allen A3000(T) und A4000(T).
SysInfo Screenshot eines Amiga 4000 mit BFG9060, 68060 CPU mit 100 MHz
Turbomodus, 68060 CPU mit 100 MHz, für die meisten A4000(T) mit einer MC68060RC50 der Revision 6.

Diese Werte stammen von SysInfo auf meiner Testmaschine, einem Amiga 4000 mit BFG9060 und einer MC68060RC50 CPU der Revision 6:

SysInfo BFG9060 mit 50 MHz
Dhrystones 37624
MIPS 39
MFlops 28
Verglichen mit einem A3000 (68030, 25 MHz) ca. 8-mal schneller
Verglichen mit einem A4000 (68040, 25 MHz) ca. 2-mal schneller
Verglichen mit einem A600 (68000, 7 MHz) ca. 71-mal schneller

In einem A4000 oder A4000T kann eine MC68060RC50 CPU der Revision 6 in den meisten Fällen im Turbomodus mit 75 MHz oder sogar 100 MHz laufen. Bei 100 MHz zeigt SysInfo rund das 140-Fache der Geschwindigkeit eines Amiga 500 im Originalzustand. Der Turbomodus ist eine Zugabe, kein Versprechen: Mehr dazu im Abschnitt zum Übertakten weiter unten.

Die BFG9060 im Überblick

Die BFG9060 wurde von Matthias Heinrichs entwickelt. Ich produziere sie fabrikneu unter seiner offiziellen Lizenz und zahle für jede Karte eine Lizenzgebühr. Sie bietet:

  • CPU nach Wahl: MC68060RC50 Revision 6 (FPU und MMU), MC68LC060RC50 Revision 4 (nur MMU) oder MC68040RC25 (FPU und MMU)
  • 128 MB sehr schnelles Fast RAM auf der Karte, das DMA und move16-Bursts unterstützt
  • ein Boot-ROM, das mit jeder 68040 und 68060 CPU umgehen kann, mit oder ohne FPU, ohne spezielles Kickstart-ROM: Plug and Play
  • Übertakten per Jumper auf 75 MHz oder 100 MHz (nur MC68060RC50 Revision 6, nur im A4000 und A4000T)
  • Optionen: Spannungs- und Temperaturmonitor LTC2990, Diskette mit den 68060 Libraries, flaches (Low-Profile) oder hohes (High-Profile) Kühlkörper/Lüftermodul
  • zwei Jahre Garantie bei Defekten (keine Garantie für übertaktete CPUs)

Welche CPU passt?

  • MC68060RC50 Revision 6 (Maske 71E41J): die vollwertige 68060 CPU mit MMU und FPU, die letzte Revision, die Motorola produziert hat, und die richtige Wahl für den Turbomodus. Software lässt sich ohne Nachdenken installieren, und Programme, die eine FPU brauchen, laufen. Meine Empfehlung für die meisten Besitzer. Auch einzeln erhältlich als MC68060RC50 CPU, Revision 6.
  • MC68LC060RC50 Revision 4 (Maske 75G59Y): MMU, keine FPU, der günstige Weg zu 060 Geschwindigkeit. Der allergrösste Teil der Amiga Software braucht keine FPU. Bietet ein Installer keine 060 Option ohne FPU an, wähle die 020/030-Version: Das Programm läuft dann mit voller 060 Geschwindigkeit. Einzeln erhältlich: die MC68LC060RC50 CPU.
  • MC68040RC25: FPU und MMU mit 25 MHz, für alle, die ein 68040 System mit 128 MB Fast RAM möchten.

Bevor du beginnst

Die BFG9060 braucht mindestens Kickstart 3.1; empfohlen ist Kickstart 3.2 oder neuer. Manche frühen Desktop-Modelle des Amiga 3000 haben ein Dual Kickstart-ROM 1.4/2.0, das mit der BFG9060 nicht funktioniert; diese Rechner brauchen zuerst richtige Kickstart ROMs.

Beim Amiga 3000 kann der SCSI-Controller auf dem Mainboard mit einer 68040- oder 68060 Karte hängen bleiben: Die SCSI-LED leuchtet weiter, während sich die Maus noch bewegt. Die Ursache ist der DMAC-Chip des A3000, und die dauerhafte Lösung ist ein neuerer DMAC, wie ihn das ReSDMAC Projekt bietet. Der andere Weg: Betreibe deine Laufwerke an einem separaten Controller (siehe unten).

Die BFG9060 Schritt für Schritt einbauen

  1. Erde dich, bevor du die Karte berührst, zum Beispiel an einem Heizkörper. Statische Entladung kann CPU und Karte beschädigen.
  2. Installiere zuerst die CPU-Libraries, solange der Amiga noch mit der alten CPU läuft. Kopiere die 68040- oder 68060 Libraries nach LIBS:. Mit AmigaOS 3.2 kannst du die MMULib Libraries von den Installationsdisketten verwenden; das MMULib Paket gibt es ausserdem kostenlos auf aminet.net und auf der optionalen Diskette. Verwende nicht die 680×0 Libraries von Phase 5 oder Apollo: Sie sind für deren Karten geschrieben.
  3. Füge die MMU-Configuration-Datei hinzu. Wenn du MMULib verwendest, kopiere die optimierte MMU-Configuration-Datei für die BFG9060 nach ENVARC:. Du findest sie auf der Diskette, auf der letzten Seite des Begleitbriefs zur Karte und im BFG9060 Thread auf a1k.org.
  4. Stell die Taktquelle auf der BFG9060 mit JP6 ein: den Takt des Mainboards (INT) oder den Oszillator auf der BFG9060 (EXT). Mit EXT kannst du die Einstellung +5 ns ausprobieren, falls Stabilitätsprobleme auftreten.
  5. Stell die Mainboard-Jumper passend zu JP6 ein (Tabelle unten).
  6. Stell die CPU-Frequenz mit JP1 ein. Beginne mit der Grundeinstellung: 50 MHz für eine 68060 CPU, 25 MHz für eine 68040 CPU.
  7. Setz die Karte in den CPU-Slot ein, nachdem du eine allfällige alte Turbokarte entfernt hast. Drück sie vorsichtig, aber fest über die ganze Länge des Steckverbinders hinein und prüfe, ob sie vollständig im Steckverbinder des Mainboards sitzt.
  8. Starte den Amiga. Kurze Farbbalken beim Einschalten zeigen, dass das Boot-ROM der Karte läuft.

Konfiguration

Kurzanleitung der BFG9060 mit den Jumper-Einstellungen
Die Kurzanleitung, die jeder BFG9060 beiliegt: Taktquelle, Mainboard-Jumper, CPU-Frequenz und Überwachung.

Das vollständige Handbuch, geschrieben von Torsten Kurbad, findest du im BFG9060 README auf GitLab.

Kühlung, Turbomodus und Überwachung

So wird das Lüftermodul auf die CPU gedrückt: nur an den Ecken
Drück das Lüftermodul an den Ecken an, nie auf die Lüfterachse.

Bei 50 MHz ist eine MC68060 CPU der Revision 6 unproblematisch. Die älteren Revisionen 1 und 5 werden deutlich heisser, für sie empfiehlt sich eine aktive Kühlung. Die Kühlkörper/Lüftermodule gibt es in zwei Höhen: das hohe Modul (High-Profile) für den A3000T und A4000(T), das flache Modul (Low-Profile) für den A3000 Desktop. Das rote Kabel kommt an 5 V, das schwarze an Masse. Wenn du ein Modul selbst montierst, drück es nur an den Ecken auf die CPU, nie in der Mitte über der Lüfterachse.

Turbomodus: Mit JP1 kann eine MC68060RC50 CPU der Revision 6 in den meisten Fällen mit 75 MHz oder sogar 100 MHz laufen, nur im A4000 und A4000T. Ein stabiles System mit übertakteter CPU kann ich nicht garantieren, übertaktete CPUs sind von der Garantie ausgenommen, und bei 100 MHz ist Kühlung Pflicht. Für den Alltag empfehle ich die nominellen 50 MHz; der Turbomodus ist für alle da, die gern experimentieren.

Mit dem optionalen LTC2990 Monitor misst die Karte die CPU-Temperatur und ihre Versorgungsspannungen. Verbinde den Anschluss JP2 mit einem I2C Controller wie dem CPLDICY Zorro I2C Controller und lies die Werte mit simplesensors oder Sensei aus. Setz beide JP3 Jumper nur, wenn eine 68060 CPU und der LTC2990 bestückt sind.

Das System abrunden: Massenspeicher und Netzwerk

Eine 68060 CPU verdient schnellen Massenspeicher und eine Netzwerkverbindung:

  • Zorro III SCSI mit DMA: Die ReA4091 erreicht in der Praxis 6-8 MB/s, rund 3- bis 4-mal so schnell wie Zorro II IDE-Karten. Sie braucht einen Super Buster-Chip der Version 11. Kombiniere sie mit einem BlueSCSI v2 statt einer alten mechanischen SCSI-Festplatte.
  • SSD, Ethernet und Clockport in einem Slot: die Multiface, beschrieben in meinem Multiface Ratgeber.
  • Besitzer einer Phase 5 Fastlane Z3: Die Fastlane braucht ROM-Version 8 oder neuer, um mit einer 68060 CPU zu funktionieren. Das Fastlane Z3 ROM-Update 8.5 ist die letzte Version.
  • Internes IDE im A4000: Mit der Amiga 4000 IDE-Erweiterung nutzt der A4000 Desktop beide IDE-Kanäle, für bis zu vier Geräte.

Meine Empfehlungen

  • Amiga 4000(T): die BFG9060 mit der MC68060RC50 Revision 6 und dem hohen Kühlkörper/Lüftermodul. Betreibe sie mit 50 MHz und probier den Turbomodus aus, wenn du möchtest.
  • Amiga 3000(T): dieselbe Karte mit der MC68060RC50 Revision 6, im A3000 Desktop mit dem flachen Modul. Prüfe zuerst das Kickstart-ROM und plane einen neueren DMAC oder einen separaten Laufwerks-Controller ein.
  • 68060 Geschwindigkeit zu einem etwas kleineren Budget: die BFG9060 mit der MC68LC060RC50.
  • Amiga 1200: mehr dazu in meinem Ratgeber Amiga 1200 mit 68060 CPU aufrüsten.

Bereit für 060 Geschwindigkeit? Auf jede BFG9060 gibt es zwei Jahre Garantie. Wähle CPU und Optionen auf der Produktseite der BFG9060. Nicht sicher, was zu deinem Rechner passt? Kontaktiere mich und beschreib mir deinen Rechner.

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Multiface: IDE, SSD, M.2, Ethernet und Clockport in einem Zorro Slot

Multiface - SATA / M.2 / IDE / LAN / Clockport

Stell dir vor, dein Amiga 2000, 3000 oder 4000 bootet lautlos von einer SSD, tauscht über das Netzwerk Dateien mit deinem PC aus und spielt 16-Bit-Sound von einer Clockport-Karte, alles aus einem einzigen Zorro Slot. Genau das leistet die Multiface. Dieser Ratgeber zeigt, was die Karte möglich macht, wie ihre Speicheranschlüsse und Jumper zusammenspielen und wie du Laufwerke und Netzwerk zum Laufen bringst.

Was die Multiface eröffnet

Multiface Zorro Karte mit 2,5-Zoll-Festplatte und CompactFlash-Karte
Die Multiface mit einer 2,5-Zoll-Festplatte auf der Karte und einer CompactFlash-Karte im Slot am Slotblech.
  • Lautloser, schneller SSD-Speicher: Eine M.2- oder SATA-SSD ersetzt eine laute, altersschwache Festplatte, mit Platz für AmigaOS 3.2, alle deine Programme und eine ganze WHDLoad Spielesammlung.
  • Ein CD- oder DVD-Laufwerk am zweiten IDE-Kanal, für CD-ROM-Software und Audio-CDs.
  • CompactFlash, von aussen erreichbar: ein Slot am Slotblech der Karte für ein zusätzliches Laufwerk oder für den Datentransfer, ohne das Gehäuse zu öffnen (schalte den Amiga vorher aus).
  • Dein Amiga im Netzwerk: Dateien per SMB oder FTP mit deinem PC oder NAS austauschen, direkt aus dem Aminet laden, E-Mails lesen, im IRC chatten, sich per Telnet oder SSH anmelden.
  • Ein Clockport für A1200-kompatible Erweiterungen wie eine USB-Schnittstelle oder eine 16-Bit-Soundkarte.
  • Mehr freie Slots: Vier Funktionen auf einer Karte lassen die übrigen Zorro Slots frei für eine Grafikkarte oder andere Erweiterungen.

Eine Karte, vier Aufgaben

Big Box Amigas haben Zorro Slots, aber jede Karte belegt einen, und viele ältere Karten beherrschen nur eine Aufgabe. Die Multiface vereint vier Funktionen auf einer Zorro Karte in voller Länge:

  • eine 2-Kanal-IDE-Schnittstelle (primär und sekundär) für bis zu vier IDE/ATAPI-Geräte gleichzeitig
  • eine SATA-SSD oder ein M.2-Speichermedium mit B-Key (eines davon, nicht beide gleichzeitig)
  • einen schnellen Ethernet-Anschluss für dein Netzwerk und das Internet
  • einen A1200-kompatiblen Clockport für Erweiterungen wie eine USB-Schnittstelle oder eine 16-Bit-Soundkarte

Die Karte funktioniert in jedem Amiga mit Zorro II- oder Zorro III Slots. Die IDE-Schnittstelle läuft auf allen Amigas im Zorro II Modus. In A3000(T) und A4000(T) schaltet die Ethernet-Schnittstelle in den Zorro III Modus.

Platinenlayout der Multiface mit Anschlüssen und Jumpern
Platinenlayout aus dem Handbuch. Die beiden rot markierten Stiftleisten sind LED-Anschlüsse, niemals Jumper.

Vier Wege, Speicher anzuschliessen

  • IDE-40: der klassische zweireihige 40-polige Anschluss oben auf der Karte, für Festplatten und optische Laufwerke (CD-ROM, CD-RW, DVD-ROM, DVD-RW und so weiter).
  • IDE-44: der 44-polige Anschluss in der Mitte der Karte. Die vier zusätzlichen Pins führen Strom, deshalb brauchen 2,5-Zoll-Laptopfestplatten und CompactFlash-Adapter kein separates Stromkabel.
  • CompactFlash: ein Slot am rechten Rand der Karte, den du von ausserhalb des Gehäuses erreichst. Er ist nicht Hot-Swap-fähig: Schalte den Amiga immer aus, bevor du eine Karte einsteckst oder entnimmst.
  • SATA oder M.2: ein M.2-Sockel auf der Vorderseite der Karte und ein SATA-Anschluss oben auf der Rückseite. Ein JM20330 Chip übersetzt zwischen parallelem und seriellem ATA. Verwende einen der beiden, nie beide gleichzeitig.

Die richtige M.2-SSD wählen

Nicht jede M.2-SSD funktioniert. Die Karte braucht eine SATA-SSD, keine NVMe-SSD:

  • SSD-Typ: M.2-SATA-SSD (NVMe wird nicht unterstützt)
  • Schnittstelle SATA III, Protokoll AHCI (SATA)
  • Formfaktor M.2 2280
  • sowohl eine B-Key- als auch eine M-Key-Kerbe am Anschluss (Laufwerke mit nur einem M-Key sind NVMe)
M.2-SATA-SSD mit Kerben für B-Key und M-Key
Eine passende M.2-SATA-SSD: Kerben für B-Key und M-Key.

Wie die Laufwerke zugeordnet werden

Jeder IDE-Kanal nimmt zwei Geräte auf, einen Master und einen Slave. Ab Werk ist die Karte so eingerichtet:

Kanal Master Slave
Primärer IDE-Kanal IDE-40 CompactFlash
Sekundärer IDE-Kanal IDE-44 SATA/M.2

Werkseinstellung: M/S geschlossen, JP3 in der Standardposition, alle drei JP5 Jumper rechts, alle anderen Jumper offen. Die Jumper entlang der Oberkante ändern das:

Jumper Funktion
HDD-OFF Geschlossen schaltet er beide IDE-Kanäle ab; offen (Standard) bleiben sie eingeschaltet.
M/S Offen: SATA/M.2 ist Master und IDE-44 Slave. Geschlossen: SATA/M.2 ist Slave und IDE-44 Master.
SATA-OFF Deaktiviert die SATA/M.2-Schnittstelle, sodass der CompactFlash-Slot auf den sekundären Kanal wechseln kann und der primäre Kanal zwei weitere Geräte aufnimmt.
CF-CONFIG Offen: CompactFlash ist Slave. Geschlossen: CompactFlash ist Master.
JP5 Alle drei Jumper rechts: CompactFlash am primären Kanal. Alle drei links: am sekundären Kanal.
JP3 Vertauscht den primären und den sekundären Kanal.
CS-SEL Legt Master/Slave von aussen fest, für Laufwerke ohne eigenen Jumper, etwa Slim-CD/DVD-Laufwerke.
KEY-POW Legt +5 V auf Pin 20 des IDE-40-Anschlusses, zum Beispiel um manche CompactFlash-Adapter ohne zusätzliches Kabel zu versorgen.
ROM-SEL Wählt einen alternativen Treiber im Boot-EPROM, das Platz für mehr als einen hat.

Eine Warnung: Die beiden kleinen Stiftleisten mit der Beschriftung «IDE» und «SATA» nahe der Mitte der Oberkante, neben den beiden LEDs, sind für externe LEDs gedacht, zum Beispiel an der Gehäusefront. Steck niemals einen Jumper darauf: Das verursacht einen Kurzschluss.

Die Laufwerke einrichten

Die Karte verwendet den quelloffenen LIDE Treiber. Er sitzt im Boot-ROM der Karte und startet mit AmigaOS, so kannst du von den Laufwerken booten. Für grosse Laufwerke empfehle ich dringend AmigaOS 3.2 oder neuer.

  1. Öffne die Schublade Tools, markiere das Icon von HDToolBox und wähle im Menü Information.
  2. Prüfe, ob die Tool Types SCSI_DEVICE_NAME=lide.device enthalten, und speichere.
  3. Starte HDToolBox, richte die Laufwerke ein und partitioniere sie. Setz für jedes Gerät Automount.
  4. Setz bei CompactFlash-Karten immer Mask auf 0x7FFFFFFE und MaxTransfer auf 0x1FE00.
  5. CD- und DVD-Laufwerke werden mit CD0:/CD1:-Einträgen in SYS:Devs/ eingebunden. Unit 0 ist der primäre Master, Unit 1 der primäre Slave, Unit 2 der sekundäre Master und Unit 3 der sekundäre Slave.

Im normalen Betrieb überträgt die IDE-Schnittstelle zwischen 1,6 MB/s und 2,6 MB/s.

Deinen Amiga ins Netz bringen

Mit dem Ethernet-Anschluss tauscht dein Amiga per SMB oder FTP Dateien mit Linux-, Windows- und macOS-Rechnern aus, surft im Web, verschickt E-Mails mit SimpleMail oder YAM und meldet sich per Telnet oder SSH bei anderen Rechnern an. Du brauchst einen TCP/IP-Stack wie Roadshow, AmiTCP, MiamiDX oder Genesis und einen Browser wie iBrowse 2.4 mit AmiSSL, Voyager oder AWeb.

Der Netzwerktreiber liegt auf der mitgelieferten Diskette. Auf einem Amiga mit 68020 CPU oder besser kopierst du enc624j6net.device nach SYS:Devs/Networks/ und installierst dann den TCP/IP-Stack und den Browser. Mit einer originalen 68000 CPU kopierst du stattdessen enc624j6net.device_68000 und benennst die Datei in enc624j6net.device um. Für 68000 Rechner ist Roadshow der empfohlene TCP/IP-Stack.

Wie schnell ist das? Die Verarbeitung der Netzwerkdaten im TCP/IP-Stack ist Schwerarbeit für die CPU, deshalb hängt das Tempo vor allem vom Prozessor ab. Ein Amiga 2000 mit 68020 CPU kann mit bis zu 100 kB/s rechnen. Ein Amiga 4000 mit 68060 CPU erreicht problemlos über 600 kB/s, eine 68030 oder 68040 CPU liegt dazwischen. Achte beim Messen darauf, dass der Server, von dem du lädst, genügend Bandbreite liefert. Eine schnellere CPU zahlt sich deshalb doppelt aus: Lies meine Ratgeber zur TK68030v2 für A500 und A2000 und zum Aufrüsten von A3000 und A4000 mit einer 68060 CPU.

Ethernet-Übertragungsrate der Multiface nach Amiga Modell und CPU
Ethernet-Übertragungsrate in kB/s nach Amiga Modell und Prozessor, vom A2000 mit 68020 CPU bis zum A4000 mit 68060 CPU.

Mein Ratgeber Mit dem Amiga ins Netz vergleicht die Netzwerklösungen für die anderen Amiga Modelle.

Der Clockport

Der Clockport nimmt dieselben Erweiterungen auf wie der Clockport des Amiga 1200, zum Beispiel eine USB-Schnittstelle oder eine 16-Bit-Soundkarte. So bekommst du diese Extras in einem Big Box Amiga, ohne einen weiteren Zorro Slot zu belegen.

Den Treiber aktualisieren

Du kannst den LIDE Treiber im EPROM vom Amiga selbst aus aktualisieren, ohne EPROM-Programmiergerät. Lade die ADF-Datei der neuesten Version von den lide.device-Releases auf GitHub herunter (zum Beispiel lide-update-40.10.adf). Schreib sie auf eine Diskette, zum Beispiel mit ADFer von aminet.net, oder starte sie von einem Gotek Laufwerk. Die Diskette bootet direkt ins Update.

Wenn etwas nicht erscheint

  • Auf der Workbench erscheinen nur die Geräte eines Kanals: Prüfe, ob jeder Kanal einen Master und einen Slave hat und ob in HDToolBox für jedes Gerät Automount gesetzt ist, und versuche, die Kanäle mit den beiden JP3 Jumpern zu vertauschen.
  • Die CompactFlash-Karte erscheint nicht, oder ein zweites Gerät am selben Kanal macht Probleme: Prüfe Mask 0x7FFFFFFE und MaxTransfer 0x1FE00 in HDToolBox.
  • Instabile Laufwerke: Miss die +5-V-Leitung auf der Karte mit einem Multimeter. Liegt sie unter 4,85 V, verbinde ein Floppy-Stromkabel vom Netzteil mit einem der Floppy-Stromanschlüsse auf der Karte.

Multiface oder etwas anderes?

  • Multiface: die All-in-one-Karte für A2000, A3000(T) und A4000(T), wenn du SSD-Speicher, Ethernet und einen Clockport in einem Slot möchtest.
  • Multiface Mini: die kleinere Vorgängerin mit Ethernet, einem BSC-AT-Bus-kompatiblen IDE-Controller mit Autoboot-ROM (Kickstart 1.3 bis 3.2) und einem Clockport, für Big Box Amigas und einen A500 mit Zorro Interface. Sie hat weder SATA noch M.2 noch einen CompactFlash-Slot.
  • Maximales Speichertempo in einem A3000(T) oder A4000(T): Der Zorro III DMA-SCSI-Controller ReA4091 mit einem BlueSCSI v2 erreicht in der Praxis 6-8 MB/s. Er braucht einen Super Buster-11-Chip.
  • A4000 Desktop, nur Speicher: Mit der Amiga 4000 IDE-Erweiterung nutzt der eingebaute IDE-Port beide Kanäle, also bis zu vier Geräte.

Wer sie entwickelt hat

Der erste Entwurf von 2019 mit IDE, Ethernet und Clockport stammt von Matthias Heinrichs und Henryk Richter. 2024 hat Sven die Karte als Zorro Karte in voller Länge neu entworfen, mit der SATA/M.2-Schnittstelle, zwei IDE-Kanälen und dem CompactFlash-Slot. Der LIDE Treiber wird von LIV2 entwickelt. Ich verkaufe diese Version der Multiface unter einer offiziellen Lizenz von Sven und zahle für jede Karte eine Lizenzgebühr.

Das vollständige Handbuch gibt es auf Englisch (PDF) und auf Deutsch (PDF).

Ein Slot, vier Upgrades. Gib deinem Big Box Amiga mit der Multiface SSD-Speicher, eine Netzwerkverbindung und einen Clockport in einem Schritt. Nicht sicher, welche Karte zu deinem Amiga passt? Kontaktiere mich.

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TK68030v2: Tempo, Fast RAM und IDE für den Amiga 500 und 2000

TK68030v2

Ein Amiga 500 oder 2000 mit 68030 CPU, FPU, bis zu 128 MB Fast RAM und einer bootfähigen CompactFlash-Karte, alles von einer einzigen Karte im CPU-Sockel: Das ist die TK68030v2. Dieser Ratgeber zeigt, was sie möglich macht, wie schnell sie ist und wie du sie einbaust und einrichtest.

Was die TK68030v2 möglich macht

Turbokarte TK68030v2 mit 68030 CPU, 68882 FPU und IDE-Anschluss
Die TK68030v2: MC68030 CPU, MC68882 FPU, Fast RAM und der IDE-Anschluss am oberen Rand.

Ein Amiga 500 oder 2000 im Originalzustand arbeitet mit einer 68000 CPU bei 7 MHz, meist mit wenig oder gar keinem Fast RAM und ohne Festplatte. Die TK68030v2 ändert alle drei Punkte auf einmal:

  • Eine Festplatte ohne Seitenerweiterung: Der IDE-Anschluss auf der Karte bootet dank Autoboot-ROM von einer CompactFlash-Karte oder einer Festplatte. Schluss mit dem Diskettenwechseln.
  • WHDLoad: Installiere deine Spiele auf das Laufwerk und starte sie von der Workbench aus. WHDLoad braucht Fast RAM, und die TK68030v2 bringt 64 MB oder 128 MB mit.
  • AmigaOS 3.2 auf einem A500: eine moderne Workbench mit Luft zum Atmen, und mit MMULib und MuFastRom läuft das Kickstart aus schnellem Speicher.
  • Software, die bisher ausser Reichweite war: Programme, die eine 68020 CPU oder besser, eine FPU oder viel Speicher brauchen, etwa Bildbearbeitung, 3D Rendering mit der 68882 FPU oder ein TCP/IP-Stack mit Browser.
  • Schnelleres Netzwerk: Netzwerkbetrieb hängt an der CPU-Leistung, deshalb wird eine Plipbox oder eine Zorro Netzwerkkarte im A2000 mit einer 68030 CPU spürbar flotter.

Wie schnell ist sie?

SysInfo Screenshot eines Amiga mit TK68030v2 bei 51,8 MHz
SysInfo mit der TK68030v2: 68030 CPU mit 51,8 MHz und 68882 FPU.

Diese Werte stammen von SysInfo auf meiner Testmaschine mit einer TK68030v2 bei 51,8 MHz:

SysInfo TK68030v2 bei 51,8 MHz
Dhrystones 10364
MIPS 11
Verglichen mit einem A600 (68000, 7 MHz) ca. 20-mal schneller
Verglichen mit einem B2000 (68000, 7 MHz) ca. 15-mal schneller
Verglichen mit einem A1200 (EC020, 14 MHz) ca. 9-mal schneller
Verglichen mit einem A3000 (68030, 25 MHz) ca. 2-mal schneller

Bei 50 MHz ist die TK68030v2 mehr als doppelt so schnell wie ein Amiga 3000 im Originalzustand, und in vielen Fällen läuft sie mit bis zu 66 MHz.

Die TK68030v2 im Überblick

Die TK68030v2 wurde von Matthias Heinrichs entwickelt. Ich produziere sie unter seiner offiziellen Lizenz und zahle für jede Karte eine Lizenzgebühr. Sie bietet:

  • eine Motorola 68030 CPU, übertaktbar bis 66 MHz
  • eine Motorola 68882 FPU
  • 64 MB oder 128 MB Fast RAM, getaktet mit bis zu 120 MHz
  • einen IDE-Controller mit Autoboot-ROM auf der Karte für Festplatten und CompactFlash-Karten, mit dem Open-Source-Treiber LIDE (lide.device), der den alten BSC-AT-Bus-/Oktapussy-Treiber in jeder Hinsicht übertrifft
  • eine per Jumper einstellbare CPU-Geschwindigkeit: 14, 15, 17, 20, 25, 28, 30, 35, 40, 50 oder 66 MHz

Meine Werkskonfiguration: MC68030RC50 CPU und MC68882 FPU, beide bei 50 und 66 MHz getestet, 128 MB 32-Bit-Fast-RAM und das LIDE-ROM v40.12.

Die Karte einbauen

Layout der TK68030v2 mit IDE-Anschluss, Boot-ROM und Jumpern
Kartenlayout: IDE-Anschluss, Boot-ROM, ENABLE BOOT FROM IDE, die Frequenz-Jumper JP2, JP3 und CPU/2 sowie der Anschluss für die IDE-LED.

Die TK68030v2 kommt in den Sockel der 68000 CPU. In den meisten A500- und A2000 Modellen berührt sie einen Kondensator neben dem Sockel:

Mainboard Kondensator Was zu tun ist
Amiga 500 Rev. 3 und Rev. 5 C307 Sollte kein Problem sein
Amiga 500 Rev. 6 und Rev. 8 C816 Zur Seite biegen
Amiga 2000 Rev. 4.x Keiner im Weg Nichts zu tun
Amiga 2000 Rev. 6.x C421 Zur Seite biegen
Kondensatoren neben dem 68000 Sockel beim Amiga 500 Rev. 6/8 und Amiga 2000 Rev. 6.x
Die Kondensatoren, die zur Seite gebogen werden: C816 beim A500 Rev. 6 und 8, C421 beim A2000 Rev. 6.x.
  1. Bieg den Kondensator um 90 Grad zur Seite, sodass er flach auf dem Mainboard liegt.
  2. Prüfe alle Pins der TK68030v2 und richte verbogene Pins vorsichtig mit einer Pinzette gerade.
  3. Entferne die alte 68000 CPU, falls sie noch steckt.
  4. Setz die TK68030v2 vorsichtig in den 68000 Sockel, drück sie hinein und prüfe, ob sie flach und gerade sitzt.
  5. Wenn du von einem Laufwerk an der TK68030v2 bootest, schliess den Jumper ENABLE BOOT FROM IDE.

Die Software einrichten

  • Laufwerke: Die IDE-Geräte werden über lide.device angesprochen. Prüfe in HDToolBox (Rechtsklick, Information) die Tool Types und partitioniere dann die CompactFlash-Karte oder Festplatte. Mehr zum Treiber: das LIDE Projekt auf GitHub.
  • MMULib: Um das Beste aus der Karte herauszuholen, installiere das MMULib Paket von aminet.net oder die MMULib, die AmigaOS 3.1.4 oder 3.2 beiliegt.
  • Kickstart im Fast RAM: Wird das Kickstart-ROM ins Fast RAM geladen, steigt die Leistung spürbar. Füge C:MuFastRom PROTECT ON in deine S:Startup-Sequence ein, und zwar nach dem Befehl SetPatch, und starte neu.

Die CPU-Geschwindigkeit wählen

Die Karte hat einen 10-MHz-Oszillator; lass den Jumper für die Grundfrequenz deshalb auf 10 MHz. Drei Jumper bestimmen die Geschwindigkeit:

  • JP2, der Multiplikator: CPU-Takt = Multiplikator / 2 × 10 MHz, RAM-Takt = Multiplikator × 10 MHz. Ein Multiplikator von 10× ergibt 50 MHz für die CPU und 100 MHz für das RAM. Setz diese Jumper immer waagrecht, nie senkrecht.
  • JP3 verdoppelt den Multiplikator: 6× verdoppelt auf 12× ergibt 60 MHz für die CPU und 120 MHz für das RAM.
  • CPU/2 halbiert den CPU-Takt, ohne den RAM-Takt zu verändern.

Ein paar Regeln für höhere Geschwindigkeiten: Jede Frequenz über der Nennfrequenz einer CPU ist Übertakten, und die MC68030RC50 ist für 50 MHz ausgelegt. CPU und FPU laufen mit derselben Frequenz, eine langsamere FPU kann die CPU also ausbremsen; die Karte läuft auch ohne FPU. Für die höchste Geschwindigkeit von 66 MHz sollte dein Amiga neue, hochwertige Kondensatoren haben, denn sie sind wichtig für die Signalqualität. Prüfe oberhalb von 50 MHz die CPU-Temperatur und kühle aktiv mit einem Kühlkörper mit Lüfter, denn Überhitzung kann die CPU zerstören.

Das Upgrade abrunden

Meine Empfehlungen

  • Amiga 500: die TK68030v2 mit 128 MB und einer CompactFlash-Karte am IDE-Anschluss: CPU, Speicher und bootfähiger Massenspeicher auf einer Karte, ganz ohne Seitenerweiterung.
  • Amiga 2000: die TK68030v2 im CPU-Sockel, dazu eine Multiface Karte in einem Zorro Slot für das Netzwerk.
  • Für mehr als 50 MHz: frische Kondensatoren im Amiga und ein Kühlkörper mit Lüfter auf der CPU.

Mach aus deinem A500 oder A2000 einen 68030 Rechner. Wähle die Speichergrösse auf der Produktseite der TK68030v2. Fragen zu deiner Mainboard-Revision? Kontaktiere mich. Support und Hintergründe: der offizielle Support-Thread auf a1k.org und die Projektseite.

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Amiga 1200 mit 68060 CPU aufrüsten

TF1260 - 68060 CPU Accelerator Board with 128 MB Fast-RAM for Amiga 1200

Stell dir vor, dein Amiga 1200 öffnet Fenster, sobald du klickst, startet deine ganze Spielesammlung von einer CompactFlash-Karte und spielt MP3 Dateien ab, während du arbeitest. Genau das bewirkt eine 68060 Turbokarte mit 128 MB Fast RAM in diesem Rechner.

Dieser Ratgeber richtet sich an A1200 Besitzer, die diesen Schritt machen möchten. Er zeigt, was das Upgrade möglich macht, welche CPU du für die TF1260 wählst und wie du die Software so einrichtest, dass schon der erste Start klappt.

Was eine 68060 CPU möglich macht

Ein A1200 im Originalzustand hat eine 68EC020 CPU mit 14 MHz und 2 MB Chip RAM, das sie sich mit den Grafik- und Soundchips teilt. Fast RAM hat er überhaupt keines. Die 68060 CPU ist die schnellste der 68k Familie von Motorola, und auf der TF1260 kommt sie mit 128 MB Fast RAM, das ihr allein gehört. Das ändert sich dadurch:

  • Eine Workbench, die mit dir Schritt hält. AmigaOS 3.2 auf einem hochauflösenden Bildschirm, viele Fenster, Hilfsprogramme im Hintergrund: Verzeichnisse werden aufgelistet, Fenster öffnen sich und Programme starten ohne die Wartezeiten, die du vom Amiga im Originalzustand kennst.
  • Deine Spiele auf der Festplatte. WHDLoad installiert Spiele und Demos auf eine Festplatte oder CompactFlash-Karte und startet sie von der Workbench aus. Viele Installationen brauchen mehr Speicher als 2 MB Chip RAM; mit 128 MB Fast RAM ist reichlich Platz, und wenn du fertig bist, kehrst du zur Workbench zurück.
  • Bild- und Tonbearbeitung. Programme wie ImageFX oder Personal Paint wenden Filter an und konvertieren Bilder deutlich schneller, und lange Samples passen bequem in den Speicher.
  • MP3 Wiedergabe. MP3 Dateien zu dekodieren ist zu viel für eine 68EC020 CPU im Originalzustand. Eine 68060 CPU spielt sie mit Playern wie AmigaAMP in Echtzeit ab.
  • Doom und Quake. Die Amiga Portierungen von Doom laufen auf einer 68060 CPU gut, und die 68k Portierungen von Quake sind für eine 68060 CPU mit FPU geschrieben.
  • 3D Rendering. Mit der FPU der vollwertigen MC68060 CPU berechnen Renderer wie Imagine oder LightWave Szenen weit schneller, als es irgendein Amiga im Originalzustand könnte.
  • Das Web. Mit einer Netzwerkverbindung bringen iBrowse und AmiSSL HTTPS-Websites auf den Amiga. Verschlüsselung ist Schwerarbeit für einen 68k Prozessor, und die 68060 CPU macht sie alltagstauglich. Einfache Seiten funktionieren gut; moderne, skriptlastige Seiten bleiben ausser Reichweite.

Gemessen auf meiner Testmaschine

SysInfo Geschwindigkeitsanzeige eines Amiga 1200 mit TF1260 und MC68LC060 CPU
SysInfo auf meinem A1200 mit der TF1260 und einer MC68LC060 CPU.

SysInfo meldet auf meiner eigenen Testmaschine, einem A1200 mit TF1260 und MC68LC060RC50, 37021 Dhrystones und 39 MIPS. Ausserdem vergleicht SysInfo das Ergebnis mit klassischen Amiga Modellen:

Verglichen mit SysInfo Faktor
A600 (68000, 7 MHz) ca. 70-mal so schnell
A1200 im Originalzustand (68EC020, 14 MHz) ca. 30-mal so schnell
A3000 (68030, 25 MHz) ca. 8-mal so schnell
A4000 (68040, 25 MHz) ca. 2-mal so schnell

Einfach gesagt: In diesem Test ist ein A1200 mit TF1260 rund 30-mal so schnell wie ab Werk und doppelt so schnell wie ein A4000 mit seiner 68040 CPU. Das ist die LC-Version; der Dhrystone Test misst die Ganzzahl-Leistung, die FPU der vollwertigen MC68060 CPU spielt dabei also keine Rolle.

Was die TF1260 bietet

TF1260 68060 Turbokarte für den Amiga 1200, Oberseite
Die Turbokarte TF1260 für den Amiga 1200.
SysInfo Speicheranzeige mit 128 MB Fast RAM auf einem Amiga 1200 mit TF1260
128 MB Fast RAM in der Anzeige von SysInfo.

Die TF1260 ist eine fabrikneue, professionell gefertigte 68060 Turbokarte (Beschleunigerkarte) für den Amiga 1200. Sie passt in den Erweiterungsslot unter der Trapdoor-Klappe und bietet:

  • CPU nach Wahl: MC68060RC50 oder MC68LC060RC50
  • 128 MB Fast RAM mit 60 ns Zugriffszeit
  • eine hochwertige Platine mit chemisch vergoldeter Oberfläche (Immersion Gold)
  • eine Diskette mit den 68060 Libraries
  • zwei Jahre Garantie bei Defekten (keine Garantie für übertaktete CPUs)

MC68060 oder MC68LC060: die FPU-Frage

Beide CPUs laufen mit 50 MHz und haben eine MMU (Memory Management Unit, die Speicherverwaltung). Der Unterschied ist die FPU, die Fliesskommaeinheit, die schnell mit Dezimalzahlen rechnet:

  • Die MC68060RC50 hat MMU und FPU eingebaut. Sie führt alles aus, auch die oben genannten 3D Renderer und Quake Portierungen, und beim Installieren von Software musst du nie darüber nachdenken.
  • Die MC68LC060RC50 hat eine MMU, aber keine FPU. Sie ist die günstige Variante, und Software, die eine FPU voraussetzt, läuft darauf nicht.

Der allergrösste Teil der Amiga Software braucht keine FPU. Die Workbench, die meisten Anwendungen und Spiele laufen auf der LC-Version mit voller 060 Geschwindigkeit. Eines solltest du dir dabei angewöhnen: Wenn ein Installer nach deiner CPU fragt und keine 060 Option ohne FPU anbietet, wähle die 020/030-Version. Damit wird das Programm ohne FPU-Unterstützung installiert, es läuft aber trotzdem mit der vollen Geschwindigkeit der 68060 CPU.

Wenn du die 68060 CPU auch für 3D Rendering oder Quake willst, wähle die vollwertige MC68060RC50.

CPU-Revisionen und Masken einfach erklärt

Motorola hat die 68060 CPU mehrmals überarbeitet, jedes Mal mit neuen Fotomasken; der auf dem Chip aufgedruckte Maskencode verrät die Revision. «RC50» steht für nominell 50 MHz.

  • MC68060RC50 Revision 6, Maske 71E41J: die letzte Revision, die Motorola produziert hat, mit MMU und FPU und gut zum Übertakten geeignet. Ich verkaufe sie auch einzeln als MC68060RC50 CPU, Revision 6, getestet bei nominell 50 MHz.
  • MC68060RC50 Revisionen 1 und 5: ebenfalls mit MMU und FPU, aber sie werden deutlich heisser und eignen sich nicht zum Übertakten. Für sie empfiehlt sich eine aktive Kühlung.
  • MC68LC060RC50 Revision 4, Maske 75G59Y: MMU, keine FPU. Sie passt auf jede 68060 Turbokarte und ist einzeln als MC68LC060RC50 CPU erhältlich; jedes Exemplar wird getestet.

Die 68060 Libraries installieren

Jede 68060 CPU im Amiga braucht die 68060 Libraries im Ordner LIBS:. Ihr fehlen einige Befehle der älteren 68k CPUs, und die Library bildet sie in Software nach, damit Programme, die für eine 68020 oder 68030 CPU geschrieben sind, weiterhin funktionieren.

  • AmigaOS 3.1.4 oder 3.2.x: Die Libraries sind auf den AmigaOS Disketten enthalten. Starte die Installationsdiskette und wähle «CPU Libraries».
  • AmigaOS 3.0 oder 3.1: Diese Versionen bringen keine eigene 68060 Library mit. Ich empfehle das Paket Mu680x0Libs auf aminet.net.

Der TF1260 liegt ausserdem eine Diskette mit den 68060 Libraries bei. So gelingt der erste Start reibungslos:

  1. Installiere die Libraries, solange dein A1200 noch mit der alten CPU läuft.
  2. Schalte den Amiga aus, zieh den Netzstecker und setz dann die TF1260 in den Trapdoor-Slot ein.
  3. Starte den Amiga, öffne eine Shell und gib version 68060.library ein. Die Ausgabe sollte die installierte Library zeigen.
  4. Installiere Software ab jetzt in der 060 Version (auf einer MC68LC060 CPU wie oben beschrieben).

Kühlung und Übertakten

Die TF1260 wird ohne Kühlkörper und Lüfter geliefert; die Kühlung planst du also selbst. Bei nominell 50 MHz ist eine MC68060 CPU der Revision 6 unproblematisch. Die älteren Revisionen 1 und 5 werden spürbar heisser, und für sie wird eine aktive Kühlung mit Lüfter empfohlen.

Die MC68060RC50 CPU der Revision 6 liess sich in Tests mit der BFG9060 und anderen Turbokarten auf bis zu 100 MHz übertakten. Ein stabiles System ist dabei aber nicht garantiert, und die Garantie der TF1260 deckt keine übertakteten CPUs ab. Mein Rat: Geniess die 68060 CPU mit 50 MHz. In einem A1200 ist das bereits ein sehr grosser Schritt gegenüber der 68EC020 CPU mit 14 MHz im Originalzustand.

A1200 im Originalzustand und mit TF1260 im Vergleich

A1200 im Originalzustand TF1260 mit MC68LC060RC50 TF1260 mit MC68060RC50
CPU 68EC020, 14 MHz 68060, 50 MHz 68060, 50 MHz
FPU Nein Nein Ja
MMU Nein Ja Ja
Fast RAM Keines 128 MB 128 MB
Software, die eine FPU voraussetzt Läuft nicht Läuft nicht Läuft
68060 Libraries Nicht nötig Nötig Nötig

Gut zu wissen: Manche älteren Spiele und Demos wurden auf das Timing einer langsameren CPU hin geschrieben und können sich auf einer viel schnelleren anders verhalten. Viele WHDLoad Installationen beheben genau solche Probleme.

Du hast bereits eine Blizzard 1260?

Wenn du eine klassische Blizzard 1260 von Phase 5 mit dem SCSI Kit IV besitzt, kannst du sie weiter betreiben: Das Blizzard SCSI Kit ROM-Update 8.5 bringt das ROM des Kits auf die letzte Version, und ein BlueSCSI v2 ersetzt eine alte mechanische SCSI-Festplatte.

Der passende Massenspeicher

Eine schnelle CPU verdient einen schnellen, lautlosen Massenspeicher, und deine WHDLoad Sammlung braucht ein Zuhause. Die einfachste Lösung im A1200 ist der CompactFlash-Adapter für IDE 2,5″ 44-polig. Er verbindet eine CompactFlash-Karte mit dem internen IDE-Anschluss und braucht weder Stromkabel noch Software-Treiber. Stell in HDToolBox Mask auf 0x7FFFFFFE und MaxTransfer auf 0x1FE00 und prüfe die maximale Partitionsgrösse für deine AmigaOS Version.

Der Big Box Weg: A3000 und A4000

Die TF1260 ist nur für den Amiga 1200 gedacht. Für den Amiga 3000(T) und 4000(T) gibt es die BFG9060, ebenfalls mit 128 MB Fast RAM und derselben Wahl zwischen der MC68060RC50 Revision 6 und der MC68LC060RC50 Revision 4. Mein Ratgeber Amiga 3000(T)/4000(T) mit 68060 CPU aufrüsten behandelt sie ausführlich.

Meine Empfehlungen

  • A1200 für Workbench, WHDLoad Spiele, Bild- und Tonbearbeitung, MP3: die TF1260 mit der MC68LC060RC50.
  • A1200 für 3D Rendering, Quake oder jede Software, die eine FPU voraussetzt: die TF1260 mit der MC68060RC50, damit jedes Programm läuft und sich beim Installieren nie eine Frage stellt.
  • Massenspeicher für beide: der CompactFlash-Adapter mit einer Karte, die gross genug für deine Spiele und Programme ist.
  • Amiga 3000(T) oder 4000(T): die BFG9060 statt einer Karte für den A1200.

Bereit für eine 68060 CPU in deinem A1200? Bestell die TF1260 mit der CPU, die zu dir passt. Wenn du unsicher bist, welche sich für deine Programme eignet, kontaktiere mich und sag mir, womit du arbeitest.

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Amiga Speicherlösungen im Vergleich: SD-Karte, CompactFlash, SCSI und IDE

BlueSCSI v2 (Internal 50 Pins)

Du schaltest deinen Amiga ein, und die Workbench startet von lautlosem Flash-Speicher. Deine ganze Spielesammlung und ein modernes AmigaOS sind nur einen Doppelklick entfernt. Moderner Speicher macht das auf jedem Amiga vom A500 bis zum A4000 möglich, und er schickt die dreissig Jahre alte Festplatte und die abgenutzten Disketten in den Ruhestand, bevor sie dich im Stich lassen.

Dieser Ratgeber richtet sich an Amiga Besitzer, die zuverlässigen und grosszügigen Speicher suchen: was SD-Karten, CompactFlash, SSDs und BlueSCSI möglich machen, was jede Lösung braucht und welche zu deinem Modell passt.

Was moderner Speicher verändert

  • Schluss mit ausfallenden Laufwerken. CF-Karten, SD-Karten und SSDs haben keinen Motor und keine Köpfe. Sie arbeiten lautlos, und nichts muss erst anlaufen, bevor der Amiga bootet.
  • Deine ganze Spielesammlung auf einem Laufwerk. WHDLoad installiert Diskettenspiele auf die Festplatte. Jedes startet per Icon von der Workbench, ohne Diskettenwechsel, und die meisten beendest du per Tastendruck und landest wieder auf der Workbench. Eine Karte mit ein paar Gigabyte fasst eine komplette Sammlung.
  • Eine moderne Workbench. AmigaOS 3.2 ist für eine Festplatte gemacht. Mit Gigabytes an Platz installierst du es neben deinen Programmen, Aminet Tools und eigenen Projekten, und es bleibt noch reichlich Luft.
  • Einfacher Austausch mit dem PC. Auf dem PC herunterladen, auf eine FAT-formatierte Karte kopieren, am Amiga lesen. Mit einem BlueSCSI ist die ganze Amiga Festplatte eine Image-Datei auf einer SD-Karte: Du sicherst sie, indem du eine einzige Datei kopierst, und du kannst mehrere Installationen nebeneinander aufbewahren.
  • CD-ROM-Laufwerke. An einem IDE-Port mit ATAPI-Unterstützung läuft auch ein CD-ROM- oder DVD-Laufwerk, und du installierst Software direkt von CD.
  • Echtes Tempo für Big Box Amigas. Eine SSD an der Multiface oder ein Zorro III DMA-SCSI-Controller wie der ReA4091 lässt einen schnellen A3000 oder A4000 grosse Programme und Daten laden, ohne auf das Laufwerk zu warten.

Die Lösungen im Überblick

Lösung Anschluss an Bootfähig Datenaustausch mit dem PC Ideal für
MicroSD-Adapter (SDBox) Parallelport Nein, Treiber werden von Diskette geladen Sehr einfach (FAT/FAT32) Datentransfer an jedem Amiga mit Parallelport
PCMCIA-CF-Adapter PCMCIA-Slot (A600, A1200) Nein, Treiber werden von der Festplatte geladen Sehr einfach (FAT/FAT32) Amiga 600 und Amiga 1200
CF-Karte, Festplatte oder SSD an IDE Interner IDE-Port oder IDE-Karte Ja Karte muss ausgebaut werden; Amiga Partitionen Das Hauptlaufwerk zum Booten
BlueSCSI v2 SCSI-Controller Ja, mit einem Autoboot-Controller Einfach: Laufwerks-Images sind Dateien auf der SD-Karte Amiga 3000 und Amiga 4000T oder Amigas mit Zorro II- oder Zorro III SCSI-Controller

MicroSD am Parallelport (SDBox)

Der Amiga MicroSD-Adapter (SDBox) ist der einfachste Weg, Dateien auf einen Amiga zu bringen. Revision 2.3 funktioniert an jedem Amiga mit Parallelport; für den Amiga 1000 wählst du im Auswahlmenü die A1000 Version. Es gibt auch eine Barebone-Version ohne Gehäuse.

Er nimmt MicroSD-Karten bis 32 GB auf, formatiert mit FAT16 oder FAT32: Dateien auf dem PC kopieren, Karte einstecken und am Amiga als SD0: lesen. Karten lassen sich ohne Neustart wechseln. Der Adapter funktioniert ab AmigaOS 1.3 und braucht keine Festplatte: Eine Bootdiskette bindet die Karte ein.

Bevor du bestellst: Die Stromversorgung läuft über ein USB-Ladegerät und ein Mini-USB-Kabel (beides nicht im Lieferumfang), und der Amiga kann nicht davon booten. Der Parallelport ist ausserdem langsamer als IDE oder SCSI, deshalb ist die SDBox dein Laufwerk für Datentransfer und Archiv, nicht das Laufwerk, von dem die Workbench läuft.

CompactFlash im PCMCIA-Slot (A600 und A1200)

Mit dem PCMCIA-CompactFlash-Adapter wird eine FAT-formatierte CF-Karte im seitlichen Slot des Amiga 600 oder Amiga 1200 zu deiner Brücke zum PC: dort befüllen, in den Amiga stecken. Die Pakete cfd und fat95 aus dem Aminet kommen auf die Festplatte, der Adapter arbeitet also mit einem internen Laufwerk zusammen. Zusammen mit einer internen CF-Karte ergibt das einen sehr komfortablen A1200.

Bootfähiger Speicher an IDE

IDE ist der übliche Weg zu einem schnellen, bootfähigen Laufwerk. Das Kickstart-ROM von A600, A1200 und A4000 enthält den Treiber bereits, zum Booten ist also keine zusätzliche Software nötig.

A600 und A1200: CompactFlash am internen 44-Pin-Port

CompactFlash-Adapter für den 44-poligen IDE-Port von Amiga 600 und 1200
Der 44-Pin-CF-Adapter für A600 und A1200

Der CompactFlash-Adapter für IDE 2,5″ 44-Pin setzt eine lautlose CF-Karte dorthin, wo früher die 2,5-Zoll-Laptopfestplatte sass. Er braucht weder Stromkabel noch Treiber; ein Jumper stellt Master oder Slave ein. Verwende in HDToolBox Mask 0x7FFFFFFE und MaxTransfer 0x1FE00 und prüfe die maximale Partitionsgrösse für deine AmigaOS Version.

Auf der Karte liegen Amiga Partitionen, die ein PC von sich aus nicht lesen kann. Für den täglichen Datentransfer ergänzt du den PCMCIA-Adapter oder eine SDBox. Viele Besitzer bereiten die Karte auch im Emulator WinUAE auf einem Windows PC vor.

A4000: der interne 40-Pin-Port

Der Amiga 4000 hat einen 40-poligen IDE-Port mit einem primären und einem sekundären Kanal. Mit der Amiga 4000 IDE-Erweiterung (nur Desktop-A4000) schliesst du bis zu vier Geräte an, zum Beispiel eine CF-Karte, eine Festplatte und ein CD-ROM-Laufwerk. Wenn vier Geräte Probleme machen, hilft IDEfix97 (AmigaOS 1.3 bis 3.1) oder AtapiMagic (3.1.4 bis 3.2); diese Pakete sind auch der übliche Weg, ein IDE-CD-ROM-Laufwerk zu betreiben. Der 44-Pin-CF-Adapter von oben passt nicht an diesen Port.

IDE auf einer Erweiterungskarte

Multiface Zorro Karte mit eingebauter 2,5-Zoll-Festplatte und CF-Karte
Die Multiface mit eingebauter Festplatte und CF-Karte
  • Die Turbokarte TK68030v2 für A500 und A2000 hat einen IDE-Controller mit Autoboot-ROM (lide.device) für Festplatten und CF-Karten, dazu 64 MB oder 128 MB Fast RAM, über das sich WHDLoad Spiele freuen. Mehr dazu in meinem Ratgeber TK68030v2: Tempo, Fast RAM und IDE für den Amiga 500 und 2000.
  • Die Multiface Mini für A2000, A3000, A4000 oder einen A500 mit Zorro Interface bringt IDE mit Autoboot-ROM (Kickstart 1.3 bis 3.2), Ethernet und einen Clockport.
  • Die Multiface für A2000, A3000(T) und A4000(T) bringt SSD-Speicher in einen Big Box Amiga. Sie hat einen Steckplatz für eine SATA-SSD und einen für eine M.2-SSD (entweder den einen oder den anderen, nie beide), zwei IDE-Kanäle für bis zu vier IDE/ATAPI-Geräte einschliesslich CD-ROM- und DVD-Laufwerken und einen CF-Slot, den du von ausserhalb des Gehäuses erreichst (schalte den Amiga aus, bevor du die Karte wechselst). Das M.2-Laufwerk muss eine SATA-SSD (AHCI) im Format M.2 2280 mit B- und M-Key sein; NVMe-Laufwerke werden nicht unterstützt. Das IDE läuft auf jedem Amiga im Zorro II Modus und überträgt im normalen Betrieb 1,6-2,6 MB/s. Ethernet und ein Clockport sind an Bord; mehr dazu in Multiface: SSD, Ethernet und Clockport in einem Zorro Slot.

SCSI-Emulation mit BlueSCSI v2

SCSI-Laufwerksemulator BlueSCSI v2 mit internem 50-poligem Anschluss
BlueSCSI v2: ein ganzes SCSI-Laufwerk auf einer SD-Karte

BlueSCSI v2 ist ein Open-Source-Gerät, das ein mechanisches SCSI-Laufwerk durch eine SD-Karte ersetzt. Die Laufwerks-Images sind gewöhnliche Dateien auf der Karte, deshalb bereitest du sie bequem am PC vor und sicherst sie dort. Der BlueSCSI unterstützt Fast SCSI mit bis zu 10 MB/s im synchronen Modus, die Terminierung wird per Jumper gesetzt. Es gibt den BlueSCSI v2 (intern, 50-polig) und den BlueSCSI v2 (extern, 25-polig) für DB25 Anschlüsse.

Formatiere neue SD-Karten zuerst mit dem Programm SD Card Formatter. Mit einigen SanDisk Typen wurden Probleme gemeldet; ich verwende Transcend Karten mit 16 GB/32 GB, UHS-I U1, TLC. Details zur Einrichtung findest du in der BlueSCSI Dokumentation.

Welche Amigas SCSI haben

  • A3000(T): SCSI auf dem Mainboard, intern 50-polig und extern DB25. Beide Versionen passen.
  • A4000T: SCSI auf dem Mainboard neben IDE; die interne Version passt.
  • A2000: eine Zorro II SCSI-Karte wie die A2091 oder eine GVP Series II.
  • A500: eine seitlich angesteckte SCSI-Erweiterung wie die A590.
  • A1200: ein Blizzard SCSI Kit IV oder ein Apollo 1230/1240/1260-SCSI-Kit. Das Blizzard/Apollo-SCSI-Kit-Adapterkabel gibt dem Kit eine DB25 Buchse im Gehäuse; für das Blizzard Kit gibt es das ROM-Update 8.5.
  • A3000 und A4000: der ReA4091, ein Zorro III Fast-SCSI-II-Controller.

Wenn dein Amiga mit einem angeschlossenen externen SCSI-Gerät abstürzt oder einfriert, ist oft der alte Controller-Chip die Ursache. Der AM33C93A-16PC ist ein verbesserter Ersatz für A3000(T), A590, A2090, A2091, GVP Impact-Karten und weitere; bei manchen Geräten ist der alte Chip eingelötet.

Tempo: Der Controller gibt den Takt vor

Zorro III SCSI-Controllerkarte ReA4091
Der ReA4091, ein Zorro III DMA-SCSI-Controller

Zorro II SCSI-Controller wie A590, A2091 oder GVP Series II haben ein theoretisches Maximum von 3,58 MB/s, die Grenze setzt also der Controller, nicht der BlueSCSI.

Der ReA4091 ist die Überholspur für einen A3000 oder A4000: ein Zorro III DMA-Controller, der in der Praxis je nach CPU 6-8 MB/s erreicht, rund drei- bis viermal so viel, wie Zorro II IDE-Karten schaffen. Er wird mit einem aktiven Terminator geliefert, und sein modernes Autoboot-ROM unterstützt Festplatten über 4 GB (TD64 und NSD64) und kann von CD-ROM booten. Damit der ReA4091 richtig funktioniert, braucht dein A3000(T) oder A4000(T) einen Super Buster-11-Chip. Eine Phase 5 Fastlane Z3 braucht mit einer 68060 CPU die ROM-Version 8 oder neuer; das Phase 5 Fastlane Z3 ROM-Update 8.5 ist die letzte Version.

Auf einem A3000 mit 68040- oder 68060 Karte kommen SCSI-Hänger vom DMAC-Chip. Weder ein ReA4091 noch ein BlueSCSI behebt sie; der DMAC muss aufgerüstet werden, woran das ReSDMAC Projekt arbeitet. Mein Ratgeber Amiga 3000(T)/4000(T) mit 68060 CPU aufrüsten geht ausführlicher darauf ein.

CDTV und CD32

Das CDTV hat einen Parallelport, deshalb funktioniert die SDBox auch dort. Ihre Treiber werden von einer Bootdiskette geladen, und das CDTV hat kein eingebautes Diskettenlaufwerk, du brauchst also ein externes. Ist eine SCSI-Schnittstelle eingebaut, kann ein BlueSCSI als Laufwerk dienen, und der AM33C93A passt in diese Schnittstelle.

Das CD32 hat keinen Parallelport, keinen IDE-Port und keinen PCMCIA-Slot. Massenspeicher lässt sich über Karten für seinen Erweiterungsport nachrüsten, von denen einige IDE mitbringen; ich führe derzeit keine davon.

Meine Empfehlungen nach Modell

Nicht sicher, welche Karte zu deinen Plänen passt? Kontaktiere mich mit deinem Modell und einer Liste deiner Erweiterungen, und ich sage dir, welche Speicherlösung sich eignet.

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Mit dem Amiga ins Netz: Plipbox und Multiface

Amiga Ethernet Adapter (Plipbox)

Stell dir ein Laufwerkssymbol auf deiner Workbench vor, das einen Ordner auf deinem PC oder NAS öffnet. Du holst ein Programm aus dem Aminet, entpackst es und startest es, ohne auch nur eine Diskette einzulegen. Abends liest du deine E-Mails in YAM oder chattest im IRC, und die Uhr stimmt bei jedem Einschalten. Eine Netzwerkverbindung macht all das möglich, und die Hardware ist einfacher zu installieren, als viele erwarten.

Dieser Ratgeber richtet sich an Besitzer von 68k Amigas, vom Amiga 500 bis zum A4000T. Er zeigt, was ein Netzwerk bringt, welche Hardware zu deinem Modell passt und welche Software du brauchst. Am Ende nenne ich meine Empfehlung für jedes Modell.

Was eine Netzwerkverbindung eröffnet

  • Dateien ohne Disketten. Mit einem SMB-Client erscheint ein freigegebener Ordner auf deinem PC oder NAS auf dem Amiga wie ein weiteres Laufwerk. Mit FTP überträgst du Dateien von und zu jedem Windows-, macOS- oder Linux Rechner. WHDLoad Spiele, Musikmodule, Bilder und eigene Projekte wandern über das Netzwerk, und auf dieselbe Weise sicherst du die Festplatte des Amiga auf dem NAS.
  • Das Aminet direkt auf dem Amiga. Das Aminet, das grosse Archiv für Amiga Software, steht deinem Amiga selbst offen. Lade ein Archiv gleich auf die Festplatte, entpacke es mit LhA und installiere es, ohne Umweg über den PC.
  • E-Mail. SimpleMail und YAM sind vollwertige E-Mail-Programme für AmigaOS. Zusammen mit AmiSSL beherrschen sie die verschlüsselten Verbindungen, die die meisten Mail-Anbieter heute verlangen.
  • IRC und Chat. IRC ist noch immer sehr lebendig, und Amiga Besitzer treffen sich in eigenen Channels. AmIRC ist der klassische Amiga Client.
  • Die richtige Uhrzeit. Ein kleines Tool zur Zeitsynchronisation stellt die Uhr des Amiga bei jedem Start nach einem Zeitserver. Auf Modellen ohne batteriegepufferte Uhr, etwa einem A500 oder A1200 im Originalzustand, bekommen deine Dateien endlich das richtige Datum.
  • Fernzugriff. Mit Telnet oder SSH meldest du dich aus einem Shell-Fenster des Amiga bei einem Linux Rechner, einem Raspberry Pi oder deinem NAS an, oder du besuchst eine der Telnet Mailboxen (BBS), die noch laufen.
  • Das Web im Retro-Stil. IBrowse 2.4 mit AmiSSL, Voyager und AWeb zeigen einfache, textbasierte Websites und Seiten, die für Vintage-Computer gemacht sind. Sie direkt auf dem Amiga Bildschirm zu lesen, hat einen ganz eigenen Reiz.

Zwei Wege ins Netz

  • Ethernet über den Parallelport (Plipbox): wird von aussen eingesteckt und funktioniert an fast jedem Modell.
  • Eine Zorro Netzwerkkarte (Multiface, Multiface Mini): für Big Box Amigas, schneller und kombiniert mit Speicher und Clockport.

Die Plipbox: Ethernet für fast jeden Amiga

Ethernet-Adapter Plipbox Deluxe für den Parallelport des Amiga
Die Plipbox Deluxe: Ethernet über den Parallelport, ohne den Amiga zu öffnen.

Die Plipbox wird in den Parallelport des Amiga gesteckt und nimmt auf der anderen Seite ein normales Ethernet-Kabel auf. Du musst deinen Amiga nicht öffnen. Sie funktioniert mit Amiga 500, 600, 1000, 1200, 2000, 2500, 3000(T) und 4000(T) sowie dem CDTV und ist damit die naheliegende Wahl für jedes Modell ohne Zorro Slots.

Es gibt sie in zwei Versionen mit derselben Elektronik: die Plipbox Deluxe und die Plipbox Barebone, die Platine ohne Gehäuse. Beide haben drei LEDs (Strom, Netzwerkverbindung, Netzwerkaktivität) und ein PhotoMOS-Relais, das den Adapter zusammen mit deinem Amiga ein- und ausschaltet.

Was du brauchst:

  • Kickstart 2.0 oder höher und mindestens 2 MB RAM. Für einen Webbrowser werden eine Festplatte und eine 68020 CPU oder besser empfohlen.
  • Ein USB-Ladegerät. Der Parallelport liefert nur etwa 10 mA, deshalb bezieht die Plipbox ihren Strom über ihren USB-C-Anschluss von einem geregelten USB-Ladegerät mit 5 V, zum Beispiel einem alten Handy-Ladegerät.
  • Der Treiber. Der Gerätetreiber und eine Anleitung zur Einrichtung des TCP/IP-Stacks stammen von lallafa, der die ursprüngliche Plipbox entwickelt hat.

Solange die Plipbox eingesteckt ist, belegt sie den Parallelport; ein Drucker oder ein anderes Parallelgerät muss also warten.

Amiga 1000

Der Parallelport des Amiga 1000 hat eine Buchse und eine andere Pinbelegung. Jede Plipbox gibt es deshalb auch als A1000 Ausführung mit passendem Anschluss und passender Pinbelegung; du wählst sie im Auswahlmenü auf der Produktseite. Mit dieser Ausführung brauchst du den separaten Adapter für parallele Schnittstelle nicht, der für andere Parallelgeräte gedacht ist, die für die späteren Modelle gebaut wurden. Denk an die Voraussetzung Kickstart 2.0: Ein A1000 im Originalzustand lädt Kickstart 1.x von seiner Kickstart Diskette.

Multiface und Multiface Mini: Zorro Karten für Big Box Amigas

Multiface Zorro Karte mit Ethernet-Anschluss und CompactFlash-Slot am Slotblech
Die Multiface: Ethernet-Anschluss und CompactFlash-Slot am Slotblech

In einem Big Box Amiga ist eine Zorro Karte die schnellere und aufgeräumtere Lösung. Sie lässt den Parallelport frei, und beide Karten in meinem Sortiment vereinen Netzwerk, IDE und Clockport in einem Slot.

Die Multiface ist für den Amiga 2000, 3000(T) und 4000(T) gedacht. Neben Ethernet hat sie eine 2-Kanal-IDE-Schnittstelle für bis zu vier IDE/ATAPI-Geräte, einen CompactFlash-Slot, einen Anschluss für eine SATA- oder M.2-SSD und einen A1200-kompatiblen Clockport. In A3000(T) und A4000(T) schaltet die Ethernet-Schnittstelle in den Zorro III Modus. Ein Amiga 2000 mit 68020 CPU kann mit bis zu 100 kB/s rechnen, ein Amiga 4000 mit 68060 CPU erreicht problemlos über 600 kB/s.

Die Einrichtung des Netzwerks ist unkompliziert. Der Treiber, enc624j6net.device, liegt auf der Diskette, die der Karte beiliegt; kopiere ihn nach SYS:Devs/Networks und trag ihn in deinem TCP/IP-Stack ein. Für eine 68000 CPU gibt es eine eigene Version, enc624j6net.device_68000, die du in enc624j6net.device umbenennst; auf diesen Rechnern ist Roadshow der empfohlene Stack. Mein Multiface Ratgeber führt dich durch die ganze Karte, von der SSD bis zum Netzwerk.

Die Multiface Mini ist die kleinere Karte für A2000, A3000, A4000 oder einen A500 mit Zorro Interface. Sie hat Fast Ethernet mit einem SANA-II-kompatiblen Treiber, einen BSC-AT-Bus-kompatiblen IDE-Controller mit Autoboot-ROM (Kickstart 1.3 bis 3.2) und einen Clockport, zum Beispiel für die RapidRoad. Sie erkennt Zorro II oder Zorro III selbstständig.

Wähle die Multiface, wenn du über dieselbe Karte auch eine SSD betreiben möchtest; wähle die Mini für Netzwerk, IDE und Clockport in einem einfacheren Paket oder für einen A500 mit Zorro Interface.

Schnellere CPU, schnelleres Netzwerk

Die Verarbeitung der Netzwerkdaten im TCP/IP-Stack ist rechenintensiv, deshalb bestimmt der Prozessor des Amiga das Tempo, nicht dein Breitbandanschluss. Die Plipbox erreicht theoretisch bis zu 96 kB/s und wird mit einer schnelleren CPU schneller; genaue Zahlen findest du in den Plipbox Benchmarks auf GitHub. Bei der Multiface reicht die Spanne von etwa 100 kB/s auf einem A2000 mit 68020 CPU bis über 600 kB/s auf einem A4000 mit 68060 CPU. Achte beim Messen darauf, dass der Server, von dem du lädst, genügend Bandbreite liefert.

Diagramm der Ethernet-Übertragungsraten der Multiface auf dem A2000 mit 68020 und 68030 CPU und dem A4000 mit 68030, 68040 und 68060 CPU
Ethernet-Tempo der Multiface nach Amiga Modell und CPU

Eine Turbokarte zahlt sich deshalb doppelt aus: Das Netzwerk wird schneller, und alles andere auch. Meine Ratgeber behandeln die TK68030 v2 für A500 und A2000, das 68060 Upgrade für den Amiga 1200 und das 68060 Upgrade für A3000 und A4000.

Die Software: ein TCP/IP-Stack

Die Netzwerkhardware kommuniziert über einen Treiber mit dem System, meist einen SANA-II-Gerätetreiber. Darauf läuft ein TCP/IP-Stack, der Teil, der tatsächlich die Sprache des Internets spricht. Die üblichen Optionen sind:

  • Roadshow: ein neuerer kommerzieller Stack, weiterhin gepflegt und heute die Wahl der meisten.
  • AmiTCP: der klassische Stack der 1990er-Jahre, auf vielen Installationen noch zu finden.
  • MiamiDX: der Nachfolger von Miami, mit grafischer Einrichtung, beliebt in der Modem-Ära.
  • Genesis: ein Stack auf Basis von AmiTCP mit grafischer Einrichtung, vor allem bekannt als der Stack, der AmigaOS 3.9 beilag.

Dann ergänzt du die Programme für das, was du vorhast: einen SMB- oder FTP-Client, SimpleMail oder YAM, einen IRC-Client, ein Tool zur Zeitsynchronisation, Telnet oder SSH und einen Browser. AmiSSL liefert die Verschlüsselung, die viele dieser Programme für sichere Verbindungen nutzen.

Das Web auf einem 68k Amiga

Die meisten grossen Websites sind heute für leistungsstarke Computer gebaut, mit viel JavaScript und einer Verschlüsselung, die eine 68k CPU selbst berechnen muss. Viele davon laden langsam oder werden nicht richtig angezeigt. Einfache, textbasierte Websites und Seiten für Vintage-Computer funktionieren gut, ebenso verschlüsselte Websites mit schlanken Seiten, sobald IBrowse AmiSSL im Rücken hat. Siehst du den Amiga als Maschine für Dateien, Mail, Chat und die freundlichen Ecken des Webs, dann wird er dich nicht enttäuschen.

Auf einen Blick

Lösung Modelle Amiga öffnen? Tempo Bietet ausserdem
Plipbox Deluxe / Barebone A500, A600, A1000 (A1000 Ausführung), A1200, A2000, A2500, A3000(T), A4000(T), CDTV Nein Theoretisch bis zu 96 kB/s, abhängig von der CPU –
Multiface A2000, A3000(T), A4000(T) Ja (Zorro Slot) Bis zu 100 kB/s (A2000, 68020), über 600 kB/s (A4000, 68060) 2-Kanal-IDE, CompactFlash, SATA oder M.2, Clockport
Multiface Mini A2000, A3000, A4000, A500 mit Zorro Interface Ja (Zorro Slot) Fast Ethernet, abhängig von der CPU IDE mit Autoboot, Clockport

Meine Empfehlungen nach Modell

  • Amiga 500, 600 und 1200, CDTV: die Plipbox Deluxe oder die Plipbox Barebone, wenn du kein Gehäuse brauchst. Ein A500 mit Zorro Interface kann auch die Multiface Mini aufnehmen.
  • Amiga 1000: die A1000 Ausführung der Plipbox Deluxe, sofern dein A1000 mit Kickstart 2.0 oder höher läuft.
  • Amiga 2000: die Multiface oder für einen einfacheren Aufbau die Multiface Mini; ohne freien Zorro Slot eine Plipbox.
  • Amiga 3000(T) und 4000(T): die Multiface, deren Ethernet dort im Zorro III Modus läuft.
  • Nur Dateien, kein Netzwerk: die SDBox, ein MicroSD-Adapter für den Parallelport mit bis zu 32 GB auf FAT-formatierten Karten, ab AmigaOS 1.3.

Nicht sicher, welche Lösung zu deinem Rechner und seinen Erweiterungen passt? Kontaktiere mich, erzähl mir, was du hast, und ich helfe dir, deinen Amiga ins Netz zu bringen oder Dateien einfach zwischen PC und Amiga auszutauschen.